{"article":{"id":2664,"title":"Entdecke den wahren Jesus","slug":"entdecke-den-wahren-jesus","word":"\/uploads\/articles\/de-Discovering the Real Jesus.docx","pdf":"\/uploads\/articles\/de-Discovering the Real Jesus.pdf","mime_type":null,"type":"node","path":"\/nodes\/view\/type:article\/slug:entdecke-den-wahren-jesus","hint":"","body":"<h1 style=\"text-align: center;\"><span>Entdecke den wahren Jesus<\/span><\/h1>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\"><img style=\"display: block; margin-left: auto; margin-right: auto;\" src=\"https:\/\/encrypted-tbn0.gstatic.com\/images?q=tbn:ANd9GcRUMmq6D1wHLYG4kVXvM5pAlBWLqgtSmihoTBH4aKt3LLXWKIydBA\" alt=\"\" \/><\/span><\/p>\r\n<h1 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">(teil 1 von 6): Markus verglichen mit Matth&auml;us und Lukas<\/span><\/h1>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Viele Gelehrte und Studenten der Bibel haben beobachtet, wie &auml;hnlich die Evangelien in den Episoden, die sie erz&auml;hlen und in den Aussagen von Jesus, die sie berichten, sind. &nbsp;Diese Gelehrten und Studenten haben auch bemerkt, wie sich dieselben Passagen gerade bei manchen Einzelheiten sehr stark unterscheiden.<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">In den vergangenen dreihundert Jahren hat die Welt der biblischen Gelehrsamkeit eine kollektive Ansicht entwickelt, um das R&auml;tsel zu l&ouml;sen, warum die Evangelien einander so &auml;hnlich und doch so verschieden sind. &nbsp;Das Ergebnis dieser m&uuml;hsamen wissenschaftlichen Nachforschung war die Entdeckung, dass Matth&auml;us und Lukas f&uuml;r ihre eigenen Evangelien von Markus und einer zus&auml;tzlichen Quelle, die &bdquo;Q&ldquo; genannt wurde, abh&auml;ngig waren.<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Die Hypothese von den beiden Quellen wird allgemein als die grunds&auml;tzliche L&ouml;sung des synoptischen Problems anerkannt. &nbsp;Sie bleibt die Hauptposition der zeitgen&ouml;ssischen Gelehrten des Neuen Testaments.&nbsp;<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Der sp&auml;te protestantische evangelische Gelehrte F. F. Bruce schreibt:<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\"><strong>&ldquo;Die Schlussfolgerung, die normalerweise - und ich denke zu Recht - aus ihren vergleichenden Studien gezogen wurde, ist, dass das Evangelium des Markus oder etwas sehr &auml;hnliches gew&ouml;hnlich als Quelle f&uuml;r die Evangelien des Matth&auml;us und des Lukas diente...&rdquo;<a title=\" The Real Jesus, S. 25.\" href=\"http:\/\/www.islamreligion.com\/de\/articles\/1576\/#_ftn16663\">[1]<\/a><\/strong><\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Das Markusevangelium ist zwischen 65-70 nChr datiert.&nbsp; Es gibt zu dieser zeitlichen Festlegung eine allgemeine &Uuml;bereinstimmung, der Konservative wie auch Skeptiker zustimmen und die in den meisten Einleitungen zum Neuen Testament zu finden ist. &nbsp;<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">F. F. Bruce schreibt zur Bekr&auml;ftigung dieses Datums:<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\"><strong>&ldquo;Markus schrieb schrieb sein Evangelium eventuell in erster Linie f&uuml;r die Christen Roms, in den Nachwehen der Verfolgung, die sie ohne Warnung unter Nero ereilt hatte infolge des gro&szlig;en Feuers im Juli 64 nChr.&ldquo;<a title=\" Ibid\" href=\"http:\/\/www.islamreligion.com\/de\/articles\/1576\/#_ftn16664\">[2]<\/a><\/strong><\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Wenn man diese Evangelien studiert, ist es ziemlich auff&auml;llig, dass Markus vom Stil, der Theologie und der Sprache her primitiver ist.&nbsp; Was noch wichtiger ist, im Markusevangelium ist der Mensch Jesus deutlicher zu erkennen als in den sp&auml;teren Evangelien.&nbsp; Gelehrte argumentieren, dass die Darstellung von Jesus im Markusevangelium weit mehr dem historischen und realen Jesus entspricht.&nbsp;<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Im Markusevangelium gibt es eine F&uuml;lle von Passagen, die Jesus als blo&szlig;es menschliches Wesen beschrieben. &nbsp;Derartige Passagen wurden sp&auml;ter zu Stolpersteinen auf dem Weg der schwachen Gl&auml;ubigen, &Uuml;berlieferungen, die &bdquo;gegen den Strich&ldquo; gehen und sind daher in den sp&auml;teren Evangelien weggelassen worden.&nbsp;<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Wenn man dieselben Erz&auml;hlungen von Jesus untersucht, die in Markus und Matth&auml;us berichtet werden, wird einem schnell klar, dass der Sp&auml;tere das Evangelium des Markus aufgrund eines st&auml;rker werdenden Gef&uuml;hls der Verehrung f&uuml;r die Person Christi abge&auml;ndert hat.&nbsp; Passagen, die die Unf&auml;higkeit, Schw&auml;che und Menschlichkeit Jesu&acute; zeigen, werden von Matth&auml;us weggelassen und durch eine viel bessere Christologie ersetzt.<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Nat&uuml;rlich waren nicht alle Ver&auml;nderungen christologischer Natur. &nbsp;Tats&auml;chliche Ungenauigkeiten, grammatikalische oder andere kleinere Fehler wurden von Matth&auml;us und Lukas ebenfalls weggelassen.&nbsp; Matth&auml;us&acute; Bearbeitung des Markusevangeliums scheint h&auml;ufig zuerst nebens&auml;chliche Einzelheiten zu enthalten, aber n&auml;heres Hinsehen zeigt, dass es Teil einer best&auml;ndigen und vollst&auml;ndigen Weiterentwicklung&nbsp; des Markusevangeliums ist.<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Mit der Zeit gab es eine deutliche Ver&auml;nderung in der Christoligie&nbsp; von den fr&uuml;heren Evangelien zu den sp&auml;teren. &nbsp;Die Entwicklung ging vom Geringeren zum Gr&ouml;&szlig;eren.&nbsp; Es gab eine Steigerung von Gef&uuml;hlen der Verehrung und eine Erh&ouml;hung der Position und des Ranges von Jesus.&nbsp;<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Bruce Metzger, der erste Textkritiker des Neuen Testaments schrieb:<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\"><strong>&ldquo;Matth&auml;us und Lukas unterdr&uuml;cken oder mildern Verweise im Markus, wie menschliche Gef&uuml;hle von Jesus, wie Kummer und Wut und Verwunderung ebenso wie die unerwiederte Liebe; sie lassen auch die Aussage Markus weg, dass die J&uuml;nger Jesu&acute;dachten, er sei au&szlig;er sich. &rdquo;<\/strong><\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Er erl&auml;utert weiter:&nbsp;&nbsp;<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\"><strong>&ldquo;Die sp&auml;teren Evangelien lassen alles weg, was darauf hindeuten k&ouml;nnte, dass Jesus nicht in der Lage gewesen sein k&ouml;nnte, etwas auszuf&uuml;hren, was er tun wollte&hellip;&nbsp; und sie lassen ebenfalls Fragen aus, die Jesus gefragt hatte und die auf seine Unwissenheit hinweisen.&rdquo;<a title=\" The New Testament: its background, growth and content, S. 81-83\" href=\"http:\/\/www.islamreligion.com\/de\/articles\/1576\/#_ftn16665\">[3]<\/a><\/strong><\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Metzger f&auml;hrt damit fort, Ereignisse aufzuz&auml;hlen, wo Matth&auml;us und Lukas die Aussagen Markus abmildern, welche die Majest&auml;t Jesus&acute; herabw&uuml;rdigen k&ouml;nnten und die sie durch Darstellungen von einem faszinierenderem und gebieterischem Jesus ersetzten.<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">In der Geschichte vom Feigenbaum, die bei Markus zu finden ist, bemerkten die J&uuml;nger die Trockenheit des Baumes bis zum n&auml;chsten Morgen nicht. F&uuml;r Matth&auml;us schien dies wenig dramatisch und beeindruckend und daher trocknete der Baum in seiner Erz&auml;hlung pl&ouml;tzlich, was die J&uuml;nger schockierte und erstaunte.&nbsp;<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Matth&auml;us und Lukas waren unnachgiebig im Ver&auml;ndern der Worte Jesus&acute;. &nbsp;Sie lie&szlig;en Jesus das sagen, wovon sie wollten, dass die Leute es glaubten, ein sp&auml;teres Stadium theologischen Verst&auml;ndnisses als Markus wiederspiegelnd.&rdquo; (Metzger, S. 83)<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Es scheint ziemlich klar, dass w&auml;hrend beider Stadien der &Uuml;berlieferung der Evangelien, der fr&uuml;hen und der sp&auml;teren, das zu Verf&uuml;gung stehende Material in direkter Verbindung zu den christologischen &Uuml;berzeugungen derer, die die &Uuml;bersetzungen durchf&uuml;hrten, gemausert, gefiltert und ge&auml;ndert wurde.<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Es ist wichtig, zu betonen, dass es nicht der Fall war, dass sich die Evangelisten blo&szlig; in ihrer Betonung unterschieden; es gibt eher zahlreiche Gelegenheiten, bei denen der sp&auml;tere Verfasser eines Evangeliums die fr&uuml;here Version modifizierte und ver&auml;nderte.&nbsp;<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Wenn wir also den Wunsch haben, dem historischen Jesus in den Evangelien n&auml;her zu kommen, ist es ein guter Ausgangspunkt, die Geschichten in den unterschiedlichen Evangelien zu vergleichen, um deutlich zu erkennen, wo die Geschichte abge&auml;ndert worden war.<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\r\n<div style=\"text-align: justify;\">\r\n<hr size=\"2\" \/>\r\n<\/div>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\"><strong>Footnotes:<\/strong><\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\"><a title=\"Back to the refrence of this footnote\" href=\"http:\/\/www.islamreligion.com\/de\/articles\/1576\/#_ftnref16663\">[1]<\/a>&nbsp;The Real Jesus, S. 25.<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\"><a title=\"Back to the refrence of this footnote\" href=\"http:\/\/www.islamreligion.com\/de\/articles\/1576\/#_ftnref16664\">[2]<\/a>&nbsp;Ibid<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\"><a title=\"Back to the refrence of this footnote\" href=\"http:\/\/www.islamreligion.com\/de\/articles\/1576\/#_ftnref16665\">[3]<\/a>&nbsp;The New Testament: its background, growth and content, S. 81-83<\/span><\/p>\r\n<h1 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">(teil 2 von 6): Das Johannesevangelium<\/span><\/h1>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Am Anfang kreiste jedes Evangelium unabh&auml;ngig in der Gemeinschaft, in der es geschrieben worden war. &nbsp;Markus wurde wahrscheinlich in Rom verfasst, Matth&auml;us in Antioch, Lukas in Caeserea und Johannes in Ephesus.&nbsp; Keiner der Schreiber der Evangelien war ein Augenzeuge von Jesus&acute; Leben gewesen und nur wenig ist von ihnen bekannt, wenn &uuml;berhaupt etwas.&nbsp;<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Jetzt, da die Evangelien in der Bibel gesammelt wurden, k&ouml;nnen sie alle zusammen studiert werden. &nbsp;Nun vergessen oder ignorieren die meisten Leser heute h&auml;ufig, was bei Markus steht und konzentrieren sich nur auf die &ldquo;verbesserte&rdquo; Version des Matth&auml;us, Lukas und Johannes.&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;Yet most readers today often forget or ignore what is in Mark and concentrate only on the &ldquo;improved&rdquo; version in Matthew, Luke and more specifically John.<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Wenn wir unsere Aufmerksamkeit Johannes zuwenden, dem Evangelium, das zuletzt geschrieben worden war, ist es nicht verwunderlich, wenn wir bemerken, dass Jesus zu jemanden erhoben und ver&auml;ndert wurde, der sich von der Person, die man bei Markus findet, ziemlich unterscheidet.&nbsp; Der Jesus bei Johannes ist ein kraftvolles Wesen, das eine Stellung irgendwo zwischen Gott und Mensch einnimmt.&nbsp; Er ist das&nbsp;<em>logos,<\/em>&nbsp;das Wort Gottes, durch das Gott alles erschaffen hat.&nbsp; ER ist nicht l&auml;nger nur Prophet und Gesandter Gottes, sondern Gottes einziger gezeugter Sohn!<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Obgleich keines der Evangelien lehrt, dass Jesus Gott sei, platzieren einige der Aussagen, die im vierten zu finden sind, Jesus so hoch &uuml;ber die Menschheit, dass viele Leser dies f&uuml;r Beweis genug halten, dass die sp&auml;teren Christen Jesus f&uuml;r g&ouml;ttlich hielten.<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Zum Beispiel finden wir Folgende Aussagen NUR im Johannesevangelium:<\/span><\/p>\r\n<ul style=\"text-align: justify;\">\r\n<li><span style=\"font-size: large;\">&ldquo;Also hat Gott die Welt geliebt, da&szlig; er seinen eingeborenen Sohn gab, auf da&szlig; alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.&rdquo; (Johannes 3:16)<\/span><\/li>\r\n<li><span style=\"font-size: large;\">&ldquo;Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott.&rdquo; (Johannes 1:1)<\/span><\/li>\r\n<li><span style=\"font-size: large;\">&ldquo;Ich und der Vater sind eins.&rdquo; (Johannes 10:30)<\/span><\/li>\r\n<li><span style=\"font-size: large;\">&ldquo;&nbsp;Wer mich sieht, der sieht den Vater.&rdquo; (Johannes 14: 8-9)<\/span><\/li>\r\n<li><span style=\"font-size: large;\">&ldquo; Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.&rdquo; (Johannes 14:6)<\/span><\/li>\r\n<li><span style=\"font-size: large;\">&ldquo;Ehe denn Abraham ward, bin ich.&rdquo; (Johannes 8: 58)<\/span><\/li>\r\n<\/ul>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Eine weitere treffende Tatsache ist, dass Jesus in den fr&uuml;heren Evangelien von K&ouml;nigreich Gottes predigt, w&auml;hrend er nun damit besch&auml;ftigt ist, von sich selbst zu predigen.&nbsp;&nbsp;<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Das Wort &bdquo;K&ouml;nigreich&ldquo; erscheint auf den Lippen Jesu&acute; in Markus 18 mal, w&auml;hrend es bei Johannes auf f&uuml;nf reduziert ist.&nbsp; Au&szlig;erdem benutzt Jesus bei Markus &bdquo;ich&ldquo; f&uuml;r sich selbst neun mal, w&auml;hrend er es bei Johannes erstaunliche 118 mal verwendet!&nbsp;<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Wenn wir die fr&uuml;heren Evangelien lesen, &uuml;berwiegt der Eindruck, dass &ldquo;das K&ouml;nigreich Gottes&rdquo; die Hauptrede und Lehre war, w&auml;hrend Jesus im Johannesevangelium selten vom &ldquo;K&ouml;nigreich Gottes&rdquo; spricht. &nbsp;Sein Evangelium steckt voller profunder und atemberaubender Behauptungen &uuml;ber sich selbst.&nbsp;<\/span><\/p>\r\n<ul style=\"text-align: justify;\">\r\n<li><span style=\"font-size: large;\">&ldquo;Ich bin das Brot des Lebens.&rdquo; (Johannes 6:35)<\/span><\/li>\r\n<li><span style=\"font-size: large;\">&ldquo;Ich bin das Licht der Welt.&rdquo; (Johannes 8:12)<\/span><\/li>\r\n<li><span style=\"font-size: large;\">&ldquo;Ich bin die T&uuml;r zu den Schafen.&rdquo; (Johannes 10:7)<\/span><\/li>\r\n<li><span style=\"font-size: large;\">&ldquo;Ich bin der gute Hirte.&rdquo; (Johannes 10:11)<\/span><\/li>\r\n<li><span style=\"font-size: large;\">&ldquo;Ich bin die Auferstehung und das Leben.&rdquo; (Johannes 11:25)<\/span><\/li>\r\n<li><span style=\"font-size: large;\">&ldquo;Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.&rdquo; (Johannes 14:6)<\/span><\/li>\r\n<li><span style=\"font-size: large;\">&ldquo;Ich bin der rechte Weinstock.&rdquo; (Johannes 15:1)<\/span><\/li>\r\n<\/ul>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Es ist keine &Uuml;berraschung, dass die Evangelisten und christlichen Apologeten sich beeilen, wenn sie nach Beweisen aus Texten gefragt werden, schnell das Johannesevangelium zu zitieren, denn keines der oben zitierten kraftvollen Selbstzeugnisse ist in irgendeinem der anderen Evangelien zu finden.&nbsp; Mit Sicherheit w&auml;ren es aber einige gewesen, wenn diese Worte tats&auml;chlich Teil von den urspr&uuml;nglichen Aussagen Jesu&acute;gewesen w&auml;ren, h&auml;tte jeder Verfasser sie erw&auml;hnt. &nbsp;Es ist unplausibel zu glauben, dass die Verfasser alle diese Kernlehren und Fundamente vernachl&auml;ssigt und sich mit weniger wichtigen Details aus seinem Leben besch&auml;ftigt h&auml;tten.<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Desweiteren warum wird der Ausdruck &ldquo;Vater&rdquo; oder &ldquo;der Vater&rdquo; in bezug auf Gott viermal bei Markus verwendet, aber 173 mal bei Johannes? &nbsp;Die deutlichste Schlussfolgerung aus all diesen Statistiken ist, dass im Verlauf der Zeitperiode, die zwischen Markus und Johannes vergangen ist, eine Entwicklung und Bewegung in den &Uuml;berlieferungen stattgefunden hat.&nbsp; Im Markusevangelium sprach Jesus von &bdquo;Gott&ldquo; als &bdquo;Gott&ldquo;, w&auml;hrend Johannes 30 Jahre sp&auml;ter in seinem Evangelium in denselben Episoden &ldquo;Gott&rdquo; seinen &ldquo;Vater&rdquo; nennt.&nbsp;<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">In den ersten der vier Evangelien erscheint Jesus ziemlich menschlich und wie ein Prophet.&nbsp; Im letzten Evangelium allerdings erscheint er weit mehr g&ouml;ttlich, und mehr wie eine Ikone.&nbsp;<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Aus diesem Grund wurde das Markusevangelium von der fr&uuml;hen Kirche weitgehend vernachl&auml;ssigt. &nbsp;Es wurde von den Schreibern seltener kopiert, die Prediger beriefen sich weniger darauf und es wurde nur gelegentlich in der Kirche bei Zeremonien und Gottesdiensten zitiert.&nbsp;<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Wie schon fr&uuml;her zitiert, machte sich der Verfasser des Johannesevangeliums nicht nur der &Auml;nderung der Worte Jesu&acute;, Matth&auml;us und Lukas schuldig, er war auch nicht einverstanden mit der Beschreibung von Jesus in Markus und fing an die Person Jesu&acute; auf vielerlei Arten zu erheben und auszuschm&uuml;cken.&nbsp; Wenn wir die Evangelien von Markus, Matth&auml;us und Lukas (<em>Synoptischen Evangelien<\/em>) neben einander stellen und sie vergleichen, werden wir feststellen, dass die Ereignisse und Reden modifiziert wurden, wenn wir von einem Evangelium zu n&auml;chsten vorgehen.&nbsp;<\/span><\/p>\r\n<h1 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">(teil 3 von 6): Texte im Vergleich (I)<\/span><\/h1>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Wenn wir bei Matth&auml;us solche F&auml;lle betrachten, merken wir, dass die Verfasser, die nach Markus kamen, auf folgende Arten wiederholt die Geschichte ver&auml;nderten:<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-bullet\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">1)&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Sie f&uuml;gten h&auml;ufig den Titel &ldquo;Sohn Gottes&rdquo; f&uuml;r Jesus ein.<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-bullet\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">2)&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Sie f&uuml;gten h&auml;ufig &ldquo;Vater&rdquo; f&uuml;r Gott ein. &nbsp;<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-bullet\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">3)&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Sie &uuml;bertrieben die Wunder Jesus&acute;.<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-bullet\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">4)&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Sie verbargen die Grenzen Jesus&acute;.<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-bullet\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">5)&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Sie nannten Jesus &ldquo;Herr&rdquo;.&nbsp;<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-bullet\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">6)&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Sie zeigten Menschen, die zu Jesus beteten.&nbsp;<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-bullet\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">7)&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Sie portraitierten Jesus mit mehr Wissen. &nbsp;<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-bullet\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">8)&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Sie verschleierten die Trennung zwischen Jesus und Gott.<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Um die Arten der Ver&auml;nderungen, die auftraten, zu illustrieren, werde ich zeigen, wie sich einzelne Episoden in den Evangelien des Matth&auml;us und des Markus &auml;hneln und doch bemerkenswert unterscheiden. &nbsp;Die Unterschiede wurden von den Bibelgelehrten bemerkt und als Modifikationen&nbsp; erl&auml;utert, die von Matth&auml;us eingef&uuml;hrt wurden.&nbsp;<\/span><\/p>\r\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Der gr&ouml;&szlig;te Befehl (Markus12: 28-35, Matth&auml;us 22:34-40)<\/span><\/h2>\r\n<div style=\"text-align: justify;\" dir=\"ltr\">\r\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\r\n<tbody>\r\n<tr>\r\n<td width=\"295\" valign=\"top\">\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><strong>Markus 12: 28- 35<\/strong><\/span><\/p>\r\n<\/td>\r\n<td width=\"295\" valign=\"top\">\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><strong>Matth&auml;us 22:34-40<\/strong><\/span><\/p>\r\n<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td width=\"295\" valign=\"top\">\r\n<p><span style=\"font-size: large;\"><sup>&nbsp;<\/sup><\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><sup>28<\/sup>&nbsp;Ein Schriftgelehrter hatte ihrem Streit   zugeh&ouml;rt; und da er bemerkt hatte, wie treffend Jesus ihnen antwortete, ging   er zu ihm hin und fragte ihn: Welches Gebot ist das erste von allen?<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><sup>29<\/sup>&nbsp;Jesus antwortete: Das erste ist:<strong>H&ouml;re,   Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr.<\/strong><sup>30<\/sup>&nbsp;Darum sollst du den Herrn, deinen   Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und   all deiner Kraft. &nbsp;<sup>31<\/sup>&nbsp;Als   zweites kommt hinzu: Du sollst deinen N&auml;chsten lieben wie dich selbst. Kein   anderes Gebot ist gr&ouml;&szlig;er als diese beiden.<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><sup>32<\/sup>&nbsp;Da sagte der Schriftgelehrte zu ihm:&nbsp;<strong>Sehr gut, Meister! Ganz richtig   hast du gesagt: Er allein ist der Herr, und es gibt keinen anderen au&szlig;er ihm<\/strong>,<strong>&nbsp;<\/strong><sup>33<\/sup>&nbsp;und ihn mit ganzem Herzen, ganzem   Verstand und ganzer Kraft zu lieben und den N&auml;chsten zu lieben wie sich   selbst, ist weit mehr als alle Brandopfer und anderen Opfer.<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><sup>34<\/sup>&nbsp;Jesus sah, dass er mit Verst&auml;ndnis   geantwortet hatte, und sagte zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes. Und   keiner wagte mehr, Jesus eine Frage zu stellen.<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\">&nbsp;<\/p>\r\n<\/td>\r\n<td width=\"295\" valign=\"top\">\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><sup>34<\/sup>&nbsp;Als die Pharis&auml;er h&ouml;rten, dass Jesus die   Sadduz&auml;er zum Schweigen gebracht hatte, kamen sie (bei ihm) zusammen.&nbsp;&nbsp;<sup>35<\/sup>&nbsp;Einer von ihnen, ein Gesetzeslehrer,   wollte ihn auf die Probe stellen und fragte ihn:<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><sup>36<\/sup>&nbsp;Meister, welches Gebot im Gesetz ist das   wichtigste?<sup>37<\/sup>&nbsp;Er   antwortete ihm: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen,   mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken.<sup>38<\/sup>&nbsp;Das ist das wichtigste und erste   Gebot.&nbsp;&nbsp;<sup>39<\/sup>&nbsp;Ebenso wichtig ist das zweite: Du   sollst deinen N&auml;chsten lieben wie dich selbst.&nbsp;<sup>40<\/sup>&nbsp;An diesen beiden Geboten h&auml;ngt das   ganze Gesetz samt den Propheten.<\/span><\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n<\/div>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">* Alle Zitate sind von der deutschten Einheitsversion.<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Im Markusevangelium befragt ein Schriftgelehrter Jesus &uuml;ber das gr&ouml;&szlig;te Gebot. &nbsp;Jesus antwortete, dass das gr&ouml;&szlig;te Gebot sei, dass Gott einer ist.&nbsp; Auf Jesus&acute; Antwort hin, dass das gr&ouml;&szlig;te Gebot ist, dass Gott der Einzige Herr ist, stimmt ihm dieser Mann zu.&nbsp; Jesus bemerkt, dass der Mann weise geantwortet hat und sagt ihm, dass er vom Reich Gottes nicht fern sei. &nbsp;<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">In Matth&auml;us wird die Liebe zu Gott zum gr&ouml;&szlig;ten Gebot und es wird &uuml;berhaupt nicht erw&auml;hnt, dass Gott Einer ist.&nbsp;<\/span><\/p>\r\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Der reiche junge Herrscher (Markus 10: 17-19, Matth&auml;us 19: 16-20)<\/span><\/h2>\r\n<div style=\"text-align: justify;\" dir=\"ltr\">\r\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\r\n<tbody>\r\n<tr>\r\n<td width=\"295\" valign=\"top\">\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><strong>Markus 10: 17-19<\/strong><\/span><\/p>\r\n<\/td>\r\n<td width=\"295\" valign=\"top\">\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><strong>Matth&auml;us 19: 16-20<\/strong><\/span><\/p>\r\n<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td width=\"295\" valign=\"top\">\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><sup>17<\/sup>&nbsp;Als sich Jesus wieder auf den Weg   machte, lief ein Mann auf ihn zu, fiel vor ihm auf die Knie und fragte ihn:   Guter Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen?<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><sup>18<\/sup>&nbsp;Jesus antwortete:&nbsp;<strong>Warum nennst du mich gut? Niemand   ist gut au&szlig;er Gott, dem Einen.&nbsp;<\/strong><sup>19<\/sup>&nbsp;Du kennst doch die Gebote: Du sollst   nicht t&ouml;ten, du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst nicht stehlen, du   sollst nicht falsch aussagen, du sollst keinen Raub begehen; ehre deinen   Vater und deine Mutter!<\/span><\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<\/td>\r\n<td width=\"295\" valign=\"top\">\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><sup>16<\/sup>&nbsp;Es kam ein Mann zu Jesus und fragte:   Meister, was muss ich Gutes tun, um das ewige Leben zu gewinnen?<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><sup>17<\/sup>&nbsp;Er antwortete:&nbsp;<strong>Was fragst du mich nach dem   Guten? Nur einer ist &laquo;der Gute&raquo;<\/strong>. Wenn du aber das Leben erlangen willst,   halte die Gebote!<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><sup>18<\/sup>&nbsp;Darauf fragte er ihn: Welche? Jesus   antwortete: Du sollst nicht t&ouml;ten, du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst   nicht stehlen, du sollst nicht falsch aussagen;&nbsp;<sup>19<\/sup>&nbsp;ehre Vater und Mutter! Und: Du   sollst deinen N&auml;chsten lieben wie dich selbst!&nbsp; &nbsp;&nbsp;<\/span><\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n<\/div>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Wenn du beide zusammen h&ouml;rst, erkennst du keinen Unterschied und dies ist es, was passiert.&nbsp; Bald bist du damit fertig, Matth&auml;us, dann Markus und dann Lukas zu lesen.&nbsp; Man erinnert sich nicht mehr daran, was man in welchem Evangelium gelesen hat.&nbsp; Der Leser denkt, dass alle drei Evangelien genau dasselbe aussagen.&nbsp; Wenn wir sie aber dicht nebeneinander studieren, wird uns klar, dass die Verfasser der Evangelien in der Lage gewesen waren, die Informationen zu ihrem Vorteil zu nutzen; um genau das zu lehren, was sie predigen wollten.&nbsp;<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">In der obrigen Passage wurde der er&ouml;ffnende Austausch zwischen dem Mann und Jesus durch Matth&auml;us ver&auml;ndert. &nbsp;Bei Markus spricht der Mann Jesus mit &bdquo;guter Meister&ldquo; an.&nbsp; Jesus antwortete mit einer milden Zurechtweisung: &ldquo;Warum nennst du mich gut?&nbsp; Niemand ist gut au&szlig;er Gott, dem Einen.&ldquo;&nbsp; Wieder einmal versucht Matth&auml;us, die Passage zu ver&auml;ndern.&nbsp; Zuerst &auml;ndert er die Anfangsfrage des Mannes, indem er das Wort &bdquo;gut&ldquo; vom Adressaten nimmt und zum Objekt des Satzes setzt.<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Markus: &ldquo;Guter Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen?&rdquo;<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Matth&auml;us: &ldquo;Meister, was muss ich Gutes tun, um das ewige Leben zu gewinnen?&rdquo;<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Schlie&szlig;lich &auml;ndert Matth&auml;us aus Verlegenheit &uuml;ber die Tatsache, dass Jesus den Mann daf&uuml;r ger&uuml;gt hatte, dass er ihn als gut bezeichnete, den zweiten Satz des Markus und lie&szlig; Jesus keine Chance, diese Anrede abzulehnen und um Jesus vor dieser implizierten Anrede zu bewahren.&nbsp; Mit dieser Tat hat Matth&auml;us seiner Version einen mangelhaften Zusammenhang gegeben, der andeutet, dass Jesus diese Frage nicht verstanden hat.&nbsp;<\/span><\/p>\r\n<h1 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">(teil 4 von 6): Texte im Vergleich (II)<\/span><\/h1>\r\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Der verdorrte Feigenbaum (Markus 11: 12-25, Matth&auml;us 21: 12-22)<\/span><\/h2>\r\n<div style=\"text-align: justify;\" dir=\"ltr\">\r\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\r\n<tbody>\r\n<tr>\r\n<td width=\"295\" valign=\"top\">\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><strong>Markus 11: 12-25<\/strong><\/span><\/p>\r\n<\/td>\r\n<td width=\"295\" valign=\"top\">\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><strong>Matth&auml;us 21: 12-22<\/strong><\/span><\/p>\r\n<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td width=\"295\" valign=\"top\">\r\n<p><span style=\"font-size: large;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><sup>12<\/sup>&nbsp;Und des anderen Tages, da sie von   Bethanien gingen, hungerte ihn.&nbsp;&nbsp;<sup>13<\/sup>Und   er sah einen Feigenbaum von ferne, der Bl&auml;tter hatte; da trat er hinzu, ob er   etwas darauf f&auml;nde, und da er hinzukam, fand er nichts denn nur Bl&auml;tter, denn&nbsp;<strong>es war noch nicht Zeit, da&szlig; Feigen   sein sollten<\/strong>.<strong>&nbsp;&nbsp;<\/strong><sup>14<\/sup>&nbsp;Und Jesus antwortete und sprach zu   ihm: Nun esse von dir niemand ewiglich! Und seine J&uuml;nger h&ouml;rten das.   &nbsp;&nbsp;<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\">&nbsp;<\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><sup>15<\/sup>&nbsp;Und sie kamen gen Jerusalem. Und Jesus   ging in den Tempel, fing an und trieb aus die Verk&auml;ufer und K&auml;ufer in dem   Tempel; und die Tische der Wechsler und die St&uuml;hle der Taubenkr&auml;mer stie&szlig; er   um,<sup>&nbsp;<\/sup><sup>16&nbsp;<\/sup>und lie&szlig; nicht zu, das   jemand etwas durch den Tempel tr&uuml;ge.<sup>17<\/sup>&nbsp;Und er lehrte und sprach zu ihnen:   Steht nicht geschrieben: \"Mein Haus soll hei&szlig;en ein Bethaus allen   V&ouml;lkern\"? Ihr aber habt eine M&ouml;rdergrube daraus gemacht<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><sup>18<\/sup>&nbsp;Und es kam vor die Schriftgelehrten und   Hohenpriester; und sie trachteten, wie sie ihn umbr&auml;chten. Sie f&uuml;rchteten   sich aber vor ihm; denn alles Volk verwunderte sich &uuml;ber seine Lehre.&nbsp;<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><sup>19<\/sup>&nbsp;Und des Abends ging er hinaus vor   die Stadt. &nbsp;&nbsp;<\/span><\/p>\r\n<h3><span style=\"font-size: large;\">Der verdorrte   Feigenbaum &nbsp;<\/span><\/h3>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><strong><sup>20<\/sup><\/strong>&nbsp;<strong>Und am Morgen<\/strong>&nbsp;gingen sie vor&uuml;ber und sahen den   Feigenbaum, da&szlig; er verdorrt war bis auf die Wurzel. &nbsp;<sup>21<\/sup>&nbsp;Und Petrus gedachte daran und sprach   zu ihm:&nbsp;<strong>Rabbi, siehe, der   Feigenbaum, den du verflucht hast, ist verdorrt. &nbsp;<\/strong><\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><sup>22<\/sup>&nbsp;Jesus antwortete und sprach zu ihnen:   Habt Glauben an Gott.&nbsp;<sup>23<\/sup>Wahrlich,   ich sage euch: Wer zu diesem Berge spr&auml;che: Hebe dich und wirf dich ins Meer!   und zweifelte nicht in seinem Herzen, sondern glaubte, da&szlig; es geschehen   w&uuml;rde, was er sagt, so wird's ihm geschehen, was er sagt.<sup>24<\/sup>&nbsp;Darum sage ich euch: Alles, was ihr   bittet in eurem Gebet, glaubet nur, da&szlig; ihr's empfangen werdet, so wird's   euch werden.&nbsp;&nbsp;<sup>25<\/sup>&nbsp;Und wenn ihr stehet und betet, so   vergebet, wo ihr etwas wider jemand habt, auf da&szlig; auch euer Vater im Himmel   euch vergebe eure Fehler.<\/span><\/p>\r\n<p><span style=\"font-size: large;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/p>\r\n<\/td>\r\n<td width=\"295\" valign=\"top\">\r\n<p><span style=\"font-size: large;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><sup>12<\/sup>&nbsp;Und Jesus ging zum Tempel Gottes   hinein und trieb heraus alle Verk&auml;ufer und K&auml;ufer im Tempel und stie&szlig; um der   Wechsler Tische und die St&uuml;hle der Taubenkr&auml;mer.&nbsp;&nbsp;<sup>13<\/sup>&nbsp;und sprach zu ihnen: Es steht geschrieben:   \"Mein Haus soll ein Bethaus hei&szlig;en\"; ihr aber habt eine M&ouml;rdergrube   daraus gemacht.<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\">&nbsp;<\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<sup>14<\/sup>&nbsp;Und es gingen zu ihm Blinde und   Lahme im Tempel, und er heilte sie.&nbsp;<sup>15<\/sup>&nbsp;Da aber die   Hohenpriester und Schriftgelehrten sahen die Wunder, die er tat, und die   Kinder, die im Tempel schrieen und sagten: Hosianna dem Sohn Davids! wurden   sie entr&uuml;stet&nbsp;<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\">&nbsp;<\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><sup>16<\/sup>&nbsp;und sprachen zu ihm: H&ouml;rst du auch, was   diese sagen? Jesus sprach zu ihnen: Ja! Habt ihr nie gelesen: \"Aus dem   Munde der Unm&uuml;ndigen und S&auml;uglinge hast du Lob zugerichtet\"?&nbsp;<sup>17<\/sup>Und er   lie&szlig; sie da und ging zur Stadt hinaus gen Bethanien und blieb daselbst.<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\">&nbsp;<\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\">&nbsp;<\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\">&nbsp;<\/p>\r\n<h3><span style=\"font-size: large;\">Der Feigenbaum   verdorrt&nbsp; &nbsp;<\/span><\/h3>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><sup>18<\/sup>&nbsp;Als er aber des Morgens wieder in die   Stadt ging, hungerte ihn;&nbsp;<sup>19&nbsp;<\/sup>und er sah einen Feigenbaum am   Wege und ging hinzu und fand nichts daran denn allein Bl&auml;tter und sprach zu   ihm:&nbsp;<strong>Nun wachse auf dir   hinfort nimmermehr eine Frucht! Und der Feigenbaum verdorrte alsbald. &nbsp;<\/strong><\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><sup>20<\/sup>&nbsp;Und da das die J&uuml;nger sahen,   verwunderten sie sich und sprachen:<strong>Wie ist der Feigenbaum so bald   verdorrt?&nbsp;<\/strong><\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><sup>21<\/sup>&nbsp;Jesus aber antwortete und sprach zu   ihnen: Wahrlich ich sage euch: So ihr Glauben habt und nicht zweifelt, so   werdet ihr nicht allein solches mit dem Feigenbaum tun, sondern, so ihr   werdet sagen zu diesem Berge: Hebe dich auf und wirf dich ins Meer! so wird's   geschehen.<sup>22<\/sup>&nbsp;&nbsp;Und   alles, was ihr bittet im Gebet, so ihr glaubet, werdet ihr's empfangen.<\/span><\/p>\r\n<p><span style=\"font-size: large;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/p>\r\n<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n<\/div>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">In der Version des Markus sieht Jesus in der Ferne einen Feigenbaum und geht dorthin, um nach Fr&uuml;chten zu suchen.&nbsp; Da aber noch nicht die richtige Saison war, fand er bei dem Baum keine Fr&uuml;chte.&nbsp; Nachdem Jesus diesen verst&auml;ndlichen menschlichen Irrtum gemacht hat, verfluchte er den guten Baum trotzdem. &nbsp;Was Matth&auml;us angeht, er l&auml;sst die Information dar&uuml;ber, dass nicht die richtige Saison war, weg, denn dies w&uuml;rde darauf hinweisen, dass Jesus ohne rechtfertigenden Grund einen Baum zerst&ouml;rte.&nbsp; Matth&auml;us l&auml;sst den Leser denken, dass der Baum unfruchtbar gewesen sei und daher m&uuml;sse er zerst&ouml;rt werden.<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Au&szlig;erdem bemerken die J&uuml;nger bei Markus, dass der Baum am n&auml;chsten Tag vertrocknet war. &nbsp;Bei Matth&auml;us aber vertrocknet der Baum sofort, was Jesus&acute; Macht und das Erstaunen der J&uuml;nger demonstriert. &nbsp;Desweiteren nimmt Matth&auml;us noch andere Ver&auml;nderungen an der Passage vor, zum Beispiel wo Markus erw&auml;hnt \"Mein Haus soll hei&szlig;en ein Bethaus allen V&ouml;lkern\" l&auml;sst Matth&auml;us &bdquo;allen V&ouml;lkern&ldquo; weg, um die F&uuml;hrerschaft der Juden zu rechtfertigen.<\/span><\/p>\r\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Die kranke Frau (Markus 5: 24-35, Matth&auml;us 9:20-23)<\/span><\/h2>\r\n<div style=\"text-align: justify;\" dir=\"ltr\">\r\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\r\n<tbody>\r\n<tr>\r\n<td width=\"295\" valign=\"top\">\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><strong>Markus 5: 24-35<\/strong><\/span><\/p>\r\n<\/td>\r\n<td width=\"295\" valign=\"top\">\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><strong>Matth&auml;us 9:20-23<\/strong><\/span><\/p>\r\n<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td width=\"295\" valign=\"top\">\r\n<p><span style=\"font-size: large;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\">Und er ging hin mit ihm; und es folgte   ihm viel Volks nach, und sie dr&auml;ngten ihn.&nbsp;<sup>25&nbsp;<\/sup>Und   da war ein Weib, das hatte den Blutgang zw&ouml;lf Jahre gehabt&nbsp;<sup>26&nbsp;<\/sup>und viel erlitten von   vielen &Auml;rzten und hatte all ihr Gut darob verzehrt, und half ihr nichts,   sondern vielmehr ward es &auml;rger mit ihr.&nbsp;<sup>27&nbsp;<\/sup>Da   die von Jesu h&ouml;rte, kam sie im Volk von hintenzu und r&uuml;hrte sein Kleid an.<sup>28&nbsp;<\/sup>Denn   sie sprach: Wenn ich nur sein Kleid m&ouml;chte anr&uuml;hren, so w&uuml;rde ich gesund.&nbsp;<sup>29&nbsp;<\/sup>Und alsbald vertrocknete   der Brunnen ihres Bluts; und sie f&uuml;hlte es am Leibe, da&szlig; sie von ihrer Plage   war gesund geworden.&nbsp;<sup>30<\/sup><\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><sup>&nbsp;<\/sup>Und Jesus f&uuml;hlte alsbald an sich selbst   die Kraft, die von ihm ausgegangen war, und wandte sich um zum Volk und   sprach: Wer hat meine Kleider anger&uuml;hrt?<sup>30<\/sup><\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\">Und die J&uuml;nger sprachen zu ihm: Du   siehst, da&szlig; dich das Volk dr&auml;ngt, und sprichst: Wer hat mich anger&uuml;hrt?<sup>32<\/sup><\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><strong><sup>&nbsp;<\/sup><\/strong><strong>Und er sah sich um   nach der, die das getan hatte.<\/strong>&nbsp;<sup>33&nbsp;<\/sup>Das Weib   aber f&uuml;rchtete sich und zitterte (denn sie wu&szlig;te, was an ihr geschehen war),   kam und fiel vor ihm nieder und sagte die ganze Wahrheit.&nbsp;<sup>34&nbsp;<\/sup>Er sprach aber zu ihr; Meine   Tochter, Dein Glaube hat dich gesund gemacht; gehe hin mit Frieden und sei   gesund von deiner Plage!<\/span><\/p>\r\n<p><span style=\"font-size: large;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/p>\r\n<\/td>\r\n<td width=\"295\" valign=\"top\">\r\n<p><span style=\"font-size: large;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><sup>20<\/sup>&nbsp;Und siehe, ein Weib, das zw&ouml;lf Jahre   den Blutgang gehabt, trat von hinten zu ihm und r&uuml;hrte seines Kleides Saum   an.&nbsp;<sup>21&nbsp;<\/sup>Denn sie sprach bei sich selbst:   M&ouml;chte ich nur sein Kleid anr&uuml;hren, so w&uuml;rde ich gesund.<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><sup>22&nbsp;<\/sup>Da wandte sich Jesus um und sah sie und   sprach: Sei getrost, meine Tochter; dein Glaube hat dir geholfen. Und das   Weib ward gesund zu derselben Stunde. &nbsp;&nbsp;<\/span><\/p>\r\n<p><span style=\"font-size: large;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/p>\r\n<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n<\/div>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Bei Markus ber&uuml;hrt die Frau Jesus&acute; Mantel und ist geheilt.&nbsp; Jesus f&uuml;hlt, dass von ihm Kraft ausgeht und ihm wird klar, dass ihn jemand ber&uuml;hrt hat, aber er wusste nicht, Wohin diese Kraft gegangen war und wer ihhn ber&uuml;hrt hat.&nbsp; W&auml;hrend die Frau bei Markus bereits geheilt war, versuchte Jesus noch immer, herauszufinden, was geschehen war.&nbsp;<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Bei Matth&auml;us ist Jesus viel m&auml;chtiger. &nbsp;Er wusste sofort, wer ihn ber&uuml;hrt hat und die Frau wird erst geheilt, nachdem Jesus gesprochen hat, als h&auml;tte die heilende Wirkung auf den Befehl Jesus&acute; gewartet.&nbsp;<\/span><\/p>\r\n<h1 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">&nbsp;(teil 5 von 6): Texte im Vergleich (III)<\/span><\/h1>\r\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Petrus&acute; Bekenntnis (Markus 8: 27-30, Matth&auml;us 16: 13-17)<\/span><\/h2>\r\n<div style=\"text-align: justify;\" dir=\"ltr\">\r\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\r\n<tbody>\r\n<tr>\r\n<td width=\"295\" valign=\"top\">\r\n<h3><span style=\"font-size: large;\">Markus 8: 27-30<\/span><\/h3>\r\n<\/td>\r\n<td width=\"295\" valign=\"top\">\r\n<h3><span style=\"font-size: large;\">Matth&auml;us 16: 13-17<\/span><\/h3>\r\n<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td width=\"295\" valign=\"top\">\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><sup>&nbsp;<\/sup><\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><sup>27<\/sup>&nbsp;Und Jesus ging aus mit seinen J&uuml;ngern in   die M&auml;rkte der Stadt C&auml;sarea Philippi. Und auf dem Wege fragte er seine   J&uuml;nger und sprach zu ihnen: Wer sagen die Leute, da&szlig; ich sei?<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\">&nbsp;<sup>28&nbsp;<\/sup>Sie antworteten: Sie sagen du   seiest Johannes der T&auml;ufer; etliche sagen, du seiest Elia; etliche, du seiest   der Propheten einer.<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><sup>29&nbsp;<\/sup>Und er sprach zu ihnen: Ihr aber, wer   sagt ihr, da&szlig; ich sei? Da antwortete Petrus und sprach zu ihm:<strong>Du bist   Christus!<\/strong><\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><sup>30&nbsp;<\/sup>Und er bedrohte sie, da&szlig; sie niemand von   ihm sagen sollten.<\/span><\/p>\r\n<\/td>\r\n<td width=\"295\" valign=\"top\">\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><sup>&nbsp;<\/sup><\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><sup>13<\/sup>&nbsp;Da kam Jesus in die Gegend der Stadt   C&auml;sarea Philippi und fragte seine J&uuml;nger und sprach: Wer sagen die Leute, da&szlig;   des Menschen Sohn sei?<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><sup>14&nbsp;<\/sup>Sie sprachen: Etliche sagen, du seist   Johannes der T&auml;ufer; die andern, du seist Elia; etliche du seist Jeremia oder   der Propheten einer.<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><sup>&nbsp;15&nbsp;<\/sup>Er sprach zu ihnen: Wer sagt denn ihr, da&szlig; ich sei?<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><sup>16&nbsp;<\/sup>Da antwortete Simon Petrus und sprach:&nbsp;<strong>Du bist Christus, des lebendigen   Gottes Sohn!<\/strong><\/span><\/p>\r\n<p><span style=\"font-size: large;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/p>\r\n<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n<\/div>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Was hat Petrus wirklich gesagt? &nbsp;&nbsp;<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Markus: &ldquo;Du bist Christus&rdquo;.<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Matth&auml;us: &ldquo;Du bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn!&rdquo;<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Viele Bibelbemerkungen und Kommentare merken an, dass Matth&auml;us hier Jesus einen zus&auml;tzlichen Satz in den Mund gelegt hat. &nbsp;(New Jerusalem Bible, S 34)<\/span><\/p>\r\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Die Verwerfung Jesus&acute; bei Nazareth (Markus 6: 1-6, Matth&auml;us 13: 53-58)<\/span><\/h2>\r\n<div style=\"text-align: justify;\" dir=\"ltr\">\r\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\r\n<tbody>\r\n<tr>\r\n<td width=\"295\" valign=\"top\">\r\n<h3><span style=\"font-size: large;\">Markus 6: 1-6<\/span><\/h3>\r\n<\/td>\r\n<td width=\"295\" valign=\"top\">\r\n<h3><span style=\"font-size: large;\">Matth&auml;us 13: 53-58<\/span><\/h3>\r\n<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td width=\"295\" valign=\"top\">\r\n<p><span style=\"font-size: large;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><sup>1<\/sup>&nbsp;Und er ging aus von da und kam in   seine Vaterstadt; und seine J&uuml;nger folgten ihm nach.<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><sup>2&nbsp;<\/sup>Und da der Sabbat kam, hob er an zu   lehren in ihrer Schule. Und viele, die es h&ouml;rten, verwunderten sich seiner   Lehre und sprachen: Woher kommt dem solches? Und was f&uuml;r Weisheit ist's, die   ihm gegeben ist, und solche Taten, die durch seine H&auml;nde geschehen?<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><sup>&nbsp;3<strong>&nbsp;<\/strong><\/sup><strong>Ist er   nicht der Zimmermann,<\/strong>Marias   Sohn, und der Bruder des Jakobus und Joses und Judas und Simon? Sind nicht   auch seine Schwestern allhier bei uns? Und sie &auml;rgerten sich an ihm. Jesus   aber sprach zu ihnen: Ein Prophet gilt nirgend weniger denn im Vaterland und   daheim bei den Seinen.<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><sup>5<strong>&nbsp;<\/strong><\/sup><strong>Und er   konnte allda nicht eine einzige Tat tun<\/strong>; au&szlig;er wenig   Siechen legte er die H&auml;nde auf und heilte sie.&nbsp;<sup>6<\/sup>Und er   verwunderte sich ihres Unglaubens.<\/span><\/p>\r\n<p><span style=\"font-size: large;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/p>\r\n<\/td>\r\n<td width=\"295\" valign=\"top\">\r\n<p><span style=\"font-size: large;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><sup>53<\/sup>&nbsp;Und es begab sich, da Jesus diese   Gleichnisse vollendet hatte, ging er von dannen&nbsp;<sup>54&nbsp;<\/sup>und kam in seine   Vaterstadt und lehrte sie in ihrer Schule, also auch, da&szlig; sie sich entsetzten   und sprachen: Woher kommt diesem solche Weisheit und Taten?<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><sup>55&nbsp;<\/sup><strong>Ist er nicht eines Zimmermann's Sohn?<\/strong>&nbsp;Hei&szlig;t nicht seine Mutter Maria? und   seine Br&uuml;der Jakob und Joses und Simon und Judas?<sup>56&nbsp;<\/sup>Und seine Schwestern, sind   sie nicht alle bei uns? Woher kommt ihm denn das alles?<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><sup>57&nbsp;<\/sup>Und sie &auml;rgerten sich an ihm. Jesus aber   sprach zu ihnen: Ein Prophet gilt nirgend weniger denn in seinem Vaterland   und in seinem Hause.<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><sup>58<strong>&nbsp;<\/strong><\/sup><strong>Und er tat   daselbst nicht viel Zeichen<\/strong>&nbsp;um ihres Unglaubens willen.<\/span><\/p>\r\n<p><span style=\"font-size: large;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/p>\r\n<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n<\/div>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Wie du sehen kannst, beschreibt die Version von Markus Jesus als machtlos angesichts des Unglaubens, und er war nicht in der Lage, Wunder zu vollbringen.&nbsp; Matth&auml;us &auml;ndert die Version Markus ab, um dieses Problem zu beseitigen. &nbsp;<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Markus: &ldquo;Und er konnte allda nicht eine einzige Tat tun...&rdquo;<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Matth&auml;us: &ldquo;Und er tat daselbst nicht viel Zeichen...&rdquo;<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Gelehrte haben auch vermutet, Matth&auml;us wollte die Bezeichnung von Jesus als Zimmermann vermeiden und h&auml;tte es deshalb aufgrund des allgemeinen geringen Ansehens von Handwerkern ver&auml;ndert, das bei der Elite der griechisch-r&ouml;mischen Welt charakteristisch gewesen sei.&nbsp;<\/span><\/p>\r\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Jesus heilt viele (Markus 1: 32-34, Matth&auml;us 8: 16-17)<\/span><\/h2>\r\n<div style=\"text-align: justify;\" dir=\"ltr\">\r\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\r\n<tbody>\r\n<tr>\r\n<td width=\"295\" valign=\"top\">\r\n<h3><span style=\"font-size: large;\">Markus 1: 32-34<\/span><\/h3>\r\n<\/td>\r\n<td width=\"295\" valign=\"top\">\r\n<h3><span style=\"font-size: large;\">Matth&auml;us 8: 16-17<\/span><\/h3>\r\n<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td width=\"295\" valign=\"top\">\r\n<p><span style=\"font-size: large;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;<sup>32<\/sup>&nbsp;Am Abend aber, da die Sonne   untergegangen war, brachten sie zu ihm allerlei Kranke und Besessene.&nbsp;<sup>33&nbsp;<\/sup>Und die ganze Stadt   versammelte sich vor der T&uuml;r.&nbsp;<sup>34&nbsp;<\/sup>Und er half&nbsp;<strong>vielen Kranken<\/strong>, die mit   mancherlei Seuchen beladen waren, und trieb viele Teufel aus und lie&szlig; die   Teufel nicht reden, denn sie kannten ihn.<\/span><\/p>\r\n<\/td>\r\n<td width=\"295\" valign=\"top\">\r\n<p><span style=\"font-size: large;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<sup>16<\/sup>&nbsp;Am Abend aber brachten sie viele   Besessene zu ihm; und er trieb die Geister aus mit Worten und machte<strong>alle   Kranken gesund,<\/strong>&nbsp;<sup>17&nbsp;<\/sup>auf das erf&uuml;llt w&uuml;rde, was   gesagt ist durch den Propheten Jesaja, der da spricht: \"Er hat unsere   Schwachheiten auf sich genommen, und unsere Seuchen hat er getragen.\"<\/span><\/p>\r\n<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n<\/div>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Bei Markus heilt Jesus viele, aber bei Matth&auml;us heilt er alle!<\/span><\/p>\r\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Jesus&rsquo; Mutter und Br&uuml;der (Markus 3: 31-35, Matth&auml;us 12:46-50)<\/span><\/h2>\r\n<div style=\"text-align: justify;\" dir=\"ltr\">\r\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\r\n<tbody>\r\n<tr>\r\n<td width=\"295\" valign=\"top\">\r\n<h3><span style=\"font-size: large;\">Markus 3: 31-35<\/span><\/h3>\r\n<\/td>\r\n<td width=\"295\" valign=\"top\">\r\n<h3><span style=\"font-size: large;\">Matth&auml;us 12:46-50<\/span><\/h3>\r\n<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td width=\"295\" valign=\"top\">\r\n<p><span style=\"font-size: large;\"><sup>&nbsp;<\/sup><\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><sup>31<\/sup>&nbsp;Und es kam seine Mutter und seine Br&uuml;der   und standen drau&szlig;en, schickten zu ihm und lie&szlig;en ihn rufen.<sup>32&nbsp;<\/sup>Und das Volk sa&szlig; um ihn. Und   sie sprachen zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Br&uuml;der drau&szlig;en fragen nach   dir.<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><sup>33<\/sup>&nbsp;Und er antwortete ihnen und sprach: Wer   ist meine Mutter und meine Br&uuml;der?<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><sup>34&nbsp;<\/sup>Und er sah rings um sich auf die J&uuml;nger,   die im Kreise sa&szlig;en, und sprach: Siehe, das ist meine Mutter und meine   Br&uuml;der!<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><sup>35&nbsp;<\/sup>Denn wer&nbsp;<strong>Gottes Willen<\/strong>&nbsp;tut, der ist mein Bruder und meine   Schwester und meine Mutter.&rdquo;<\/span><\/p>\r\n<p><span style=\"font-size: large;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/p>\r\n<\/td>\r\n<td width=\"295\" valign=\"top\">\r\n<p><span style=\"font-size: large;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><sup>46<\/sup>&nbsp;Da er noch also zu dem Volk redete,   siehe, da standen seine Mutter und seine Br&uuml;der drau&szlig;en, die wollten mit ihm   reden.<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><sup>47&nbsp;<\/sup>Da sprach einer zu ihm: Siehe, deine   Mutter und deine Br&uuml;der stehen drau&szlig;en und wollen mit dir reden.&nbsp;<\/span><br \/><span style=\"font-size: large;\"> <sup>48&nbsp;<\/sup>Er   antwortete aber und sprach zu dem, der es ihm ansagte: Wer ist meine Mutter,   und wer sind meine Br&uuml;der?<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><sup>49&nbsp;<\/sup>Und er reckte die Hand aus &uuml;ber seine   J&uuml;nger und sprach: Siehe da, das ist meine Mutter und meine Br&uuml;der!<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><sup>50&nbsp;<\/sup>Denn wer den Willen tut<strong>meines Vaters   im Himmel<\/strong>, der ist mein Bruder, Schwester und Mutter&rdquo;<\/span><\/p>\r\n<p><span style=\"font-size: large;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/p>\r\n<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n<\/div>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Hier macht Matth&auml;us in Jesus&acute; Rede aus &bdquo;Gott&rdquo; &bdquo;Vater&rdquo;, um die sp&auml;ter entwickelte Vorstellungen &uuml;ber Jesus und Gott zu unterst&uuml;tzen.<\/span><\/p>\r\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Wandeln auf Wasser (Markus 6: 45-52, Matth&auml;us 14: 22-33)<\/span><\/h2>\r\n<div style=\"text-align: justify;\" dir=\"ltr\">\r\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\r\n<tbody>\r\n<tr>\r\n<td width=\"295\" valign=\"top\">\r\n<h3><span style=\"font-size: large;\">Markus 6: 45-52<\/span><\/h3>\r\n<\/td>\r\n<td width=\"295\" valign=\"top\">\r\n<h3><span style=\"font-size: large;\">Matth&auml;us 14: 22-33<\/span><\/h3>\r\n<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td width=\"295\" valign=\"top\">\r\n<p><span style=\"font-size: large;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><sup>4<\/sup>&nbsp;Und alsbald trieb er seine J&uuml;nger, da&szlig;   sie in das Schiff tr&auml;ten und vor ihm hin&uuml;berf&uuml;hren gen Bethsaida, bis da&szlig; er   das Volk von sich lie&szlig;e.&nbsp;<sup>46&nbsp;<\/sup>Und   da er sie von sich geschafft hatte, ging er hin auf einen Berg, zu beten.&nbsp;<sup>47&nbsp;<\/sup>Und am Abend war das Schiff   mitten auf dem Meer und er auf dem Lande allein.<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><sup>48&nbsp;<\/sup>Und er sah, da&szlig; sie Not litten im   Rudern; denn der Wind war ihnen entgegen. Und um die vierte Wache der Nacht   kam er zu ihnen und wandelte auf dem Meer;&nbsp;<sup>49&nbsp;<\/sup>und er wollte an ihnen   vor&uuml;bergehen. Und da sie ihn sahen auf dem Meer wandeln, meinten sie, es w&auml;re   ein Gespenst, und schrieen;&nbsp;<sup>50&nbsp;<\/sup>denn sie sahen ihn alle und   erschraken. Aber alsbald redete er mit ihnen und sprach zu ihnen: Seid   getrost, ich bin's, f&uuml;rchtet euch nicht!<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><sup>51&nbsp;<\/sup>Und er trat zu ihnen ins Schiff, und der   Wind legte sich. Und sie entsetzten und verwunderten sich &uuml;ber die Ma&szlig;en,&nbsp;<sup>52&nbsp;<\/sup>denn sie waren nichts verst&auml;ndiger   geworden &uuml;ber den Broten, und ihr Herz war erstarrt.<\/span><\/p>\r\n<p><span style=\"font-size: large;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/p>\r\n<\/td>\r\n<td width=\"295\" valign=\"top\">\r\n<p><span style=\"font-size: large;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\">Und alsbald trieb Jesus seine J&uuml;nger,   da&szlig; sie in das Schiff traten und vor ihm her&uuml;berfuhren, bis er das Volk von   sich lie&szlig;e.&nbsp;<sup>23&nbsp;<\/sup>Und da er das Volk von   sich gelassen hatte, stieg er auf einen Berg allein, da&szlig; er betete. Und am   Abend war er allein daselbst. &nbsp;<sup>24<\/sup>Und das   Schiff war schon mitten auf dem Meer und litt Not von den Wellen; denn der   Wind war ihnen zuwider. &nbsp;<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><sup>25<\/sup>&nbsp;Aber in der vierten Nachtwache kam Jesus   zu ihnen und ging auf dem Meer.&nbsp;<sup>26&nbsp;<\/sup>Und da ihn die J&uuml;nger sahen   auf dem Meer gehen, erschraken sie und sprachen: Es ist ein Gespenst! und   schrieen vor Furcht.<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><sup>27<\/sup>&nbsp;Aber alsbald redete Jesus mit ihnen   und sprach: Seid getrost, Ich bin's; f&uuml;rchtet euch nicht!<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><br \/><span style=\"font-size: large;\"> <sup>28&nbsp;<\/sup>Petrus aber   antwortete ihm und sprach: HERR, bist du es, so hei&szlig; mich zu dir kommen auf   dem Wasser.<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><sup>29&nbsp;<\/sup>Und er sprach: Komm her!<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;Und Petrus trat aus   dem Schiff und ging auf dem Wasser, da&szlig; er zu Jesu k&auml;me.&nbsp;<sup>30&nbsp;<\/sup>Er sah aber einen starken   Wind; da erschrak er und hob an zu sinken, schrie und sprach:&nbsp;<strong>HERR, hilf mir!&nbsp;<\/strong>&nbsp;<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><span style=\"font-size: large;\"><sup>31<\/sup>&nbsp;Jesus reckte alsbald die Hand aus und   ergriff ihn und sprach zu ihm: O du Kleingl&auml;ubiger, warum zweifeltest du?<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\"><br \/><span style=\"font-size: large;\"> <sup>32&nbsp;<\/sup>Und sie traten in   das Schiff, und der Wind legte sich.&nbsp;<sup>33&nbsp;<\/sup>Die aber im Schiff waren,   kamen und fielen vor ihm nieder und sprachen:&nbsp;<strong>Du bist wahrlich Gottes Sohn!<\/strong>&rdquo;<\/span><\/p>\r\n<p><span style=\"font-size: large;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/p>\r\n<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n<\/div>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Bemerkst du die folgenden Ver&auml;nderungen und Zus&auml;tze, die Matth&auml;us ausgehend von Markus gemacht hat: Erstens hat er wegen geographischer Schwierigkeiten Bethsaida weggelassen; zweitens wendet sich Petrus im Matth&auml;usevangelium mit dem r&uuml;hmenden Titel &bdquo;Herr&ldquo; an Jesus; drittens beten die J&uuml;nger Jesus an und schlie&szlig;lich bezeugen sie, dass Jesus der &bdquo;Sohn Gottes&ldquo; sei.&nbsp;<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Mit der Zeit je mehr die Geschichte von Jesus wie ein Schneeball weiter erz&auml;hlt wurde, desto gro&szlig;artiger und besser wurde sie. &nbsp;Diese Passage oben illustriert, wie Matth&auml;us die Sprache von Individuen modifiziert hat, um das Resultat zu erzielen, dass Jesus &bdquo;Herr&ldquo; genannt wird.&nbsp; Nun ist es wahr, dass Herr nicht notwendigerweise Gott bedeutet.&nbsp; Aber in der Denkweise des sp&auml;teren Christentums wird es genau das bedeuten. &nbsp;Matth&auml;us hat versehentlich den Weg daf&uuml;r geebnet, dass Jesus zur Gottheit erhoben wurde.&nbsp;<\/span><\/p>\r\n<h1 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">&nbsp;(teil 6 von 6): Schlussfolgerung<\/span><\/h1>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Aus der vorausgegangenen Diskussion erhebt sich folgende Frage. &nbsp;Wie k&ouml;nnen wir bei Markus darauf vertrauen, dass alles, was er uns &uuml;ber Jesus pr&auml;sentiert, historisch korrekt ist?&nbsp; Es ist allgemein bekannt, dass die heutigen Evangelien weder von Jesus geschrieben noch diktiert wurden.&nbsp; Das fr&uuml;heste Evangelium Markus wurde um 65-70 nChr geschrieben. &nbsp;&nbsp;Also gibt es eine Zeitl&uuml;cke zwischen dem Fortgehen Jesus und dem ersten Evangelium, eine Zeitl&uuml;cke von etwa 35-40 Jahren.<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Wie zuvor erw&auml;hnt, war Markus weder ein Augenzeuge von Jesus&acute; Leben, noch verf&uuml;gen wir &uuml;ber deutliche Berichte, die zeigen, ob die fr&uuml;he Kirche die Aussagen Jesus&acute; auswendig gelernt hatte. &nbsp;Daher ist diese Zeitl&uuml;cke als erheblich anzusehen.&nbsp; W&auml;hrend dieser Zeit wurden die Berichte von Jesus geformt und entwickelt, mit vielen unterschiedlichen Versionen des Evangeliums, die in den verschiedenen Gemeinden kursierten. &nbsp;<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Ausserdem ist es wichtig, zu betonen, dass die Verfasser der Evangelien nicht blo&szlig; Bericht erstattet haben. &nbsp;Wie die anderen Verfasser von Evangelien hat Markus sein Material auch bearbeitet.&nbsp; Er hat daran herum gefeilt und die Berichte, die er verwendet hat, umgeschrieben.&nbsp; Wie der Rest der Verfasser auch versuchte er nicht, eine historisch genaue Biographie von Jesus wiederzugeben.&nbsp; Ihr Interesse bestand darin, das Material zu pr&auml;sentieren, das ihrer Kirche am meisten diente und das eher ihr Verst&auml;ndnis von Jesus wieder spiegelte, als das, wie Jesus sich selbst gesehen hatte.&nbsp; Wenn man die Lehren und Taten Jesu&acute; rekonstruiert, ist es m&ouml;glich, die Ver&auml;nderungen zu erkennen, die von den sp&auml;teren Verfassern der Evangelien eingef&uuml;hrt wurden. &nbsp;Aber die Zeit zwischen Jesus und dem Auftauchen geschriebener Evangelien ist weitaus problematischer.&nbsp;<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Wenn wir daher versuchen, den wahren historischen Jesus zu entdecken, werden wir die Lagen hinter all den Geschichten abbl&auml;ttern m&uuml;ssen, die sp&auml;ter &uuml;ber Jesus entwickelt wurden.&nbsp; Wir m&uuml;ssen heraus finden, wer Jesus wirklich gewesen ist, bevor die Evangelien &uuml;ber ihn geschrieben wurden.&nbsp; Wenn wir die Evangelien studieren, sehen wir, wie sich die Geschichten von Jesus im Lauf der Zeit derart ver&auml;ndert haben, dass die Person Jesu&acute; immer gr&ouml;&szlig;er und besser wurde.&nbsp; Es zeigt sich, dass Jesus mit der Zeit immer wissender und m&auml;chtiger geworden war, bis er letztendlich nach vielen Konzilen und Streiten offiziell auf dem Konzil von Nic&auml;a im Jahr 325 nChr. zum Sohn Gottes erkl&auml;rt wurde. &nbsp;Im Verlauf der Zeit wurde aus dem j&uuml;dischen Zimmermann und Gesandten Gottes die zweite Person der heiligen Trinit&auml;t.&nbsp; Von daher ist er zu etwas geworden, mit dem er niemals einverstanden gewesen w&auml;re.&nbsp;<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Aber es ist noch nicht alles verloren. &nbsp;Selbst wenn heutzutage jemand den wahren historischen Jesus kennen lernen will, dann kann er dies tun.&nbsp; Gott hat in Seiner unendlichen Gnade wieder einmal einen Gesandten mit einer unber&uuml;hrten Botschaft geschickt, mit einer Botschaft, die weder verunreinigt noch manipuliert wurde.<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">In dieser letzten Botschaft sagt uns Gott, dass Jesus ein Mann und ein m&auml;chtiger Gesandter gewesen ist, den Er geschickt hatte, dass Jesus mit Gottes Erlaubnis Wunder vollbrachte, dass er von einer Jungfrau geboren worden war und dass er am Ende der Zeit wieder zur&uuml;ckkehren wird. &nbsp;<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Im Qur&acute;an weist Gott die Christen an: . &nbsp;<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\"><strong>&ldquo;O Leute der Schrift, &uuml;bertreibt nicht in eurem Glauben und sagt von Gott nichts als die Wahrheit. Wahrlich, der Messias, Jesus, Sohn der Maria, ist nur der Gesandte Gottes und Sein Wort, das Er Maria entboten hat, und von Seinem Geist. Darum glaubt an Gott und Seine Gesandten, und sagt nicht: \"Drei.\" Lass","excerpt":"","terms":null,"visibility_roles":"","comment_status":1,"comment_count":0,"read_counter":16399,"lft":5112,"rght":5113,"promote":1,"sticky":0,"status":1,"publish_start":null,"publish_end":null,"created_at":"2014-10-24T04:10:00.000000Z","updated_at":"2026-05-27T01:02:34.000000Z","language_id":7,"user_id":7,"author_id":768,"publisher_id":0,"category_id":6,"parent_id":2661,"books":[],"fatawas":[],"videos":[],"audios":[],"author_name":"I Damiel","category_name":"Jesus (PBUH) in Islam","category_slug":"Jesus-(PBUH)-in-Islam","get_date":"2014-10-24","pdf_asset":"http:\/\/islamland.com\/uploads\/articles\/de-Discovering the Real Jesus.pdf","word_asset":"http:\/\/islamland.com\/uploads\/articles\/de-Discovering the Real Jesus.docx"},"translations":[],"article_books":[],"article_fatawas":[],"article_videos":[],"article_audios":[],"url":"http:\/\/islamland.com\/deu\/api\/articles\/entdecke-den-wahren-jesus"}